KABUSECHA RAKUYOU Q2 VON KOYAMAEN

Ein Tee, den ich bisher noch nicht bestellt hatte, ist der Kabusecha von Koyamaen. Ich bin ja kein Gyokuro-Trinker, da ich mehr die etwas stärkeren Aromen schätze, aber hin und wieder ein geschmacklicher Kontrast schadet nicht.

Kabusecha ist ein Tee, der zwar auch beschattet wird, aber nicht so lange wie Gyokuro. Es ist also quasi ein Mittelding zwischen Sencha und Gyokuro. (mehr …)

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Tobias Hume


TOBIAS HUME – POETICALL MUSICKE

Einer meiner liebsten frühen Barockkomponisten ist Tobias Hume, der sich stets korrekt Captain Hume nannte, hatte er doch als Hauptmann in vielen Ländern gedient. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt, man vermutet ca. 1569. Hume war neben seiner Tätigkeit beim Militär ein hervorragender Gambenspieler („Gambo Violl“), entsprechend viele seiner Werke sind für die Familie der Violen geschrieben. Scheinbar gab es einen langjährigen Streit zwischen Hume und John Dowland, in dem es darum ging, ob denn nun die Laute oder Viola da Gamba das adäquate Instrument zur Begleitung des Gesangs sei. Offenbar war Humes Position, welche de Gambe bevorzugte, die modernere. (mehr …)

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Zeitkratzer: Neue Volksmusik


neue volksmusik

Ich höre diese Scheibe gerade auf Simfy. Bei der ersten Nummer dachte ich, na, das kann was werden, Älplerklamauk à la Impro-Kagel oder so etwas in der Art. Aber die Musik ist schon teilweise gut gemacht. Mich erinnert das Ganze an einige Sachen, die vor Jahren in einer Studienwoche am Konservatorium Winterthur unter der Bezeichnung „Andere Musik“ dargeboten wurden. Dabei waren beispielsweise das „Appenzöller Space-Schöttl“, die mit Hackbrett und Kontrabass improvisierten und tatsächlich zu begeistern wussten, oder „Oberwalliser Spillit“, die den „Albchehr“ von Heinz Holliger spielten. Paul Giger war damals auch dabei, und es war gerade eine Phase der Wiederentdeckung des Schweizer Kulturguts auf musikalischem Gebiet.
Der dritte Track (Batuta) gerade überzeugt mich weniger, der zweite (Cowbells) war schön. Jetzt gehts in Richtung Freejazzfläche mit wechselnder Dichte. John Cage hatte dazu einmal angemerkt, für ihn sei das so, als ob viele Leute aneinander vorbeireden, und so klingts auch. Das kann ja sicher auch einmal lustig sein. Ich wäre der Letzte, der sich gegen einen gelungenen Spaß wehren würde, aber es dudelt jetzt einfach kreuz und quer, gelungen ist allenfalls, dass man am Ende denkt, jetzt fällts zusammen, aber dann kommen zweimal noch codaartige Überraschungsakzente in den bereits ansetzenden Applaus hinein. Immerhin.
Track 4 (Ländler) ist origineller, wirkt arrangierter. Aber immer das Gefühl, es müsse der traditionelle Anteil irgendwie parodiert werden. Warum eigentlich? Es gibt wahre Perlen in der echten Volksmusik.
Track 5 (Alpenrose). Flageolette und Glissandi in einer irgendwie nicht deutbaren „Harmonik“. Eines der stärkeren Stücke bislang. Die Stücke sind alle eher kurz, dieses nun nur gute drei Minuten. Fast zu kurz finde ich das, denn gerade die natürlichen Flageolette sind einfach schön…
Die nächste Nummer wird von einem rhythmischen Motiv dominiert und flippt immer mehr aus, naja, das war abzusehen. 7 (Almschroa) beginnt mit Gesang a capella, nein Gegröhle natürlich, man muss ja wieder parodieren. Langsam nervts gewaltig. Beim Zäuerli (8), einem ruhigen Jodel also, ist es immerhin dezenter, aber es ist nur Fläche mit Geräuschen undsoweiter, nicht der wahre Jakob. 9 (Lyrica) ist nichteinmal drei Minuten lang und bringt ein nervöses, balkaneskes Gefiedel, bei dem mir schon eine Minuten mehr als Genug ist. Skip!
Ich spare mir jetzt die Details. Und empfehle daher lieber diese CD:

alpstein

Alpstein, mit Paul Giger, Jan Garbarek und Perre Favre ist zwar vielleicht wieder viel zu glatt, aber immerhin zollt es der Volksmusik eher Respekt und ist nicht nur Vehikel zum vergackeiernden Exotismus…

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